Ausbildungsstätte TCM in Zambia

Kurzbeschrieb des Projekts

Projekt

Maschinensendung inklusive Einrichtungsservice und Schulung durch Fritz Schuhmacher, einem ehemaligen Werkstattchef von HIOB International, jetzt im „Unruhestand“ tätig.

Umfang

2’792 Artikel, total 17’779 kg

Eine grosse Bandbreite verschiedenster Gegenstände: z.B. Hobelmaschine, Bügelsäge, Langbandschleifmaschine, Kehlmaschine, Tischkreissägen, Stromgenerator, Handhobel, Knetmaschine, Kuchenbleche, Werkzeugkisten, ein grosser Posten Spitalmaterial und vieles mehr.

 

Besichtigung und Auswahl der Maschinen

Verlad im Container

TCM (Trainings Centre Mpanshya)

TCM bildet unter anderem Lehrlinge in Holz- und Metallbearbeitung aus. Es befindet sich in ländlichem Gebiet, zirka 200 km östlich von Lusaka. Beschäftigt werden Trainer die selber ehemalige Lehrlinge vom TCM waren und sich inzwischen ausbilden liessen. In der Schreinerei werden vor allem Möbel wie Tische, Stühle und Bette hergestellt. Die dann auf dem Markt in Lusaka verkauft werden.

Ankunft des Containers in Zambia

Freude herrscht!

 

Auslad der Maschinen

Das TCM hat einen Container aus der Schweiz von Hiob International, mit gebrauchten aber noch guten Maschinen bekommen. Diese Maschinen mussten richtig platziert und elektrisch angeschlossen werden.

Ein nicht ganz alltägliches Unterfangen

Ein 30 Kilowatt Stromgenerator war mit dabei, der für die angekommenen Maschinen dienen soll. Zuerst musste der alte, recht schwere Generator von Hand und mit sehr einfachen Mitteln ausgebaut werden. Auch das Einbringen des noch schwereren Neuen bereitete einige Mühen.

Schwerarbeit beim Transport des Generators

 

Ausbildung an den Maschinen

Nach fast einem halben Tag Schwerarbeit stand er nun an seinem vorgesehenen Platz. Das Anschliessen der elektrischen Anlage und das Verlegen der Dieselleitungen bereiteten keine grösseren Probleme.

Widerspenstige Technik

Jetzt musste noch ein neues Kühlsystem für den Generator gefunden werden, denn der stammte aus einem schweizerischen Luftschutzkeller. Das Kühlsystem war zugleich Heizung für den Luftschutzraum.

Leider passte schon der Lüfterflügel nicht auf die Antriebswelle des Motors und musste auf der Drehbank abgeändert werden. Der Lüfter stammte wohl von einem Unfallfahrzeug und war krumm und total verbogen. So mussten alle verbogenen Lüfterflügel neu gerichtet werden.

Der Kühler war von einer Spezialfirma in Lusaka angeblich auf Dichtheit geprüft und repariert worden. Es musste eine Halterung angefertigt werden, um den Kühler an den Motorträger anzubauen. Auch mussten auf der Drehbank passende Anschlüsse für die vor Ort gefundenen Kühlerschläuche hergestellt werden.

Nun füllten wir den Kühler mit Wasser und starteten den Motor. Schon nach kurzer Zeit husteten wir alle wegen des starken Nebels, der den Generatorraum erfüllte. Dieser angeblich kontrollierte und reparierte Kühler war an zwei Stellen undicht. Diese Löcher wurden von der „Fachwerkstatt“ nur gekittet und mit Farbe überstrichen. Nachdem wir die Löcher fachmännisch mit Lötzinn verschlossen hatten, starteten wir den Motor erneut. Aber jetzt wurde das Kühlwasser zu heiss, weil der Lüfter zu wenig Luft durch den Kühler zog. Mit dem zur Verfügung stehenden Material improvisierten wir erneut und konstruierten ein Luftleitblech um den Lüfter herum.

Improvisierte Konstruktion am Motor

 

Inbetriebnahme des Generators

Verstopfte Kühlerrohre

Mit einem langen Kunststoffstreifen und viel Geduld wurden diese verstopften Rohre von Martin, einem Lehrling aus der Metallwerkstatt, gereinigt. Die jungen Leute schauten interessiert zu, wie der Kühler zugelötet wurde. Jetzt konnte er wieder eingebaut und mit Wasser gefüllt werden. Von nun an lief dieser Motor einwandfrei, ohne zu überhitzen.

Jetzt mussten noch alle Verantwortlichen für den Betrieb und die Wartung dieser doch recht komplizierten Anlage instruiert werden. Es war wichtig, dass sie verstanden haben, dass eine solch wertvolle Anlage sorgfältig gepflegt werden muss, denn ohne Stromgenerator gibt es keinen Strom, und ohne Strom kann an den neuen Maschinen nicht gearbeitet werden.

In der Zwischenzeit wurden noch viele andere Maschinen und Geräte repariert, installiert und elektrisch angeschlossen. Besonders die Arbeiten an der Drehbank, wie Gewindeschneiden und Anfertigen von feinen Oberflächen, haben viele Fragen aufgeworfen.

Interessierte Lehrlinge

 

Ueli Gnehm instruiert die neue Kehlmaschine

Stolz auf die Arbeitskleider

Die Lehrlinge tragen stolz ausrangierte Zivilschutzuniformen, die sie ebenfalls von HIOB International in der Hilfslieferung erhalten haben. Nun dienen sie als Arbeitsuniformen beim TCM in Zambia.

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